»PHÖNIX«

Aufbau krisensicherer Strukturen für kleine und mittelständige Unternehmen (KMU) und Soloselbstständige zur Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung

»Die Geschäftsführung als Krisen- und Finanzmanager«

Am 17. Juni 2021 um 15:30 Uhr – Onlineveranstaltung

Nachbericht Phönix-Veranstaltung in Halsenbach in Kooperation mit Wirtschaftsförderung Altenkirchen

Mehr als 20 Personen nahmen an der Phönix-Veranstaltung zum Thema „Die Geschäftsführung als Krisen- und Finanzmanager“ am 17. Juni 2021 teil. Sie fand in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Altenkirchen statt und wurde aus Halsenbach übertragen. Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung des Kreises Altenkirchen, begrüßte die Gäste, die größtenteils online dazugeschaltet waren.

Corona stellt die Geschäftsführung vor große Herausforderungen, stellte Dipl.-Betriebswirt Alexander von Mezynski in seinem Vortrag heraus: Nicht nur, dass Arbeitsplätze möglichst ins Home Office verlegt werden sollten, mit den erforderlichen Lösungen für technische Ausstattung, Datenschutz oder Arbeitsschutz (zur Umsetzung s. neue Checkliste Homeoffice der IAG). Unsichere Zukunftsprognosen erlauben derzeit nur ein „Fahren auf Sicht“. Dennoch sollte ein klares Konzept des Unternehmens mit Vision, Zielen, Strategien und Maßnahmen formuliert sein. Auch der Wertedialog ist wichtig. Wofür das Unternehmen steht, sollte gerade in stürmischen Zeiten im Bewusstsein aller Beschäftigten verankert sein.

Schnelle Entscheidungsfindung ist derzeit gefragt, auch wenn nicht sämtliche Daten und Fakten vorliegen. Wichtig ist, dass klare und belastbare Prozesse und Strukturen im Betrieb definiert sind (wie Prozesshandbücher, Stellenbeschreibungen, Vollmachten, Vertretungsregelungen u.a.). Führen, Motivieren und Vertrauen auf Distanz – Remote Leadership –sind weitere Herausforderungen, die die digitale Kommunikation mit sich bringt. Regelmäßige Feedbackgespräche sind weiterhin unerlässlich.

Für die Beschäftigten kann die pandemiebedingte Arbeitssituation mit Verunsicherungen und Ängsten einhergehen. Hier ist es für die Geschäftsführung unumgänglich, die Arbeitsschutzrichtlinien einzuhalten, für eine transparente Kommunikation zu sorgen, Optimismus vorzuleben, psychische Belastungen zu erkennen und professionelle Hilfe zu vermitteln.

Über die Herausforderungen an die Geschäftsführung als Finanzmanager referierte Steuerberater Wolfgang Zorn: Die Überbrückungshilfe III aus Bundesmitteln wird auf der Grundlage des corona-bedingten Umsatzrückganges im Vergleich zu 2019 berechnet (und der Antrag über den Steuerberater eingereicht). Die Antragsfrist wurde aktuell bis zum 31. Oktober 2021 verlängert. Aufgrund der ständigen Ergänzungen bei den staatlichen (Überbrückungs-) Hilfen wird dringend empfohlen, die jeweils aktuellen Infos auf der Interseite des BMWi zu beachten.

Bei den Finanzierungshilfen in Krisenzeiten gilt der Grundsatz: Liquidität geht vor Rentabilität. Bankgespräche wollen gut vorbereitet sein, damit die Anträge schnell bearbeitet werden können.

Schließlich skizzierte Wolfgang Zorn die Rahmenbedingungen für das Kurzarbeiter-Geld. Besonders wichtig es ist, korrekte Arbeitszeit-Nachweise zu führen, um bei der Überprüfung keine bösen Überraschungen zu erleben.

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